Bernhard Wucherer Autor
 

Bernhard Wucherer
Kalzhofer Straße 2
D-87534 Oberstaufen/Allgäu
Mobil: 01 51 / 28 05 34 75
www.bernhard-wucherer.de
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Mitglied bei »Quo Vadis«
Autorenkreis historischer Roman

Liebe Freunde historischer Spannungsromane,


seyd begrüßet, hohe Herren,
insbesondere aber Ihr, edle Frowen,

damit ihr ein wenig über den Autor der »Pestspur« und des »Peststurms« erfahrt, stelle ich euch meinen langen, wunderschönen, manchmal aber sehr beschwerlichen Weg zum Schreiben historischer Kriminalromane in Kurzform vor und fange dabei nicht bei Adam und Eva, also bei meiner Kindheit oder Schulzeit an, sondern steige beim Wesentlichen, meinem Berufsleben, ein.
Nachdem ich Schriftsetzer (Blei-, Fotosatz und Reprografie), Lithograf und Drucker (Buchdruck, vornehmlich aber Siebdruck), also ein hervorragend ausgebildeter "Jünger der schwarzen Kunst" war, und darüber hinaus auch noch das Entwerfen, Schneiden, Zeichnen und Malen von Schriften in den verschiedensten Techniken erlernen durfte, habe ich noch satt eins d'raufgesetzt und bin schließlich Kommunikationsdesigner geworden, der vor Kreativität nur so strotzte.

Insgesamt war ich ganze 25 Jahre selbständig und habe zunächst eine Siebdruckerei mit Beschriftungsabteilung, dazu auch noch eine Offsetdruckerei und später - immer noch nicht ganz am eigentlichen Ziel meines kerzengeraden Berufsweges angelangt - eine weit über die heimatlichen Grenzen hinaus bekannte Werbe-, Marketing- und Eventagentur im süddeutschen Schrothheilbad Oberstaufen geleitet. Und dies hatte einen, aus heutiger Sicht, unbezahlbaren Vorteil: Denn während dieser Zeit "musste" ich sehr viel schreiben und habe dabei unzählige Slogans entwickelt, Werbetexte verfasst und zahlreiche Presseartikel geschrieben. Hunderte - auch prämierte - Werbemittel kündeten jahrelang, teils sogar heute noch davon.
Jedenfalls konnte ich mir so ganz nebenbei das Rüstzeug zum Schreiben historischer Aufsätze zulegen und mehr und mehr in die Tat umsetzen. Dies gelang mir dann doch auf Anhieb recht gut - insbesondere, da Geschichte schon immer mein Lieblingsfach und mein Lieblingsthema gewesen ist. Dass ich dies nicht studiert habe, stinkt mir heute noch - Historiker oder Archäologe: Das wäre es gewesen! Aber ich habe dennoch ganz ordentlich aufgeholt und alles, was mit Geschichte zu tun hat, quasi "gefressen". Ich weiß heute nicht mehr, wie viele Bücher ich über die Zeit vom Untergang des weströmischen Reiches weg bis zum Ende des Spätmittelalters und sogar in die sogenannte Neuzeit hinein, ich im Laufe der Jahre gelesen habe. Allerdings befand sich kein einziger Roman, auch kein historischer Roman, darunter. Ich habe mir auch nicht gemerkt, wie viele historische Gemäuer verschiedenster Art, Museen und Denkmäler ich mir im Laufe der Jahrzehnte angesehen habe. Ich weiß nur, dass mir dies irgendwann zugute gekommen ist.

Da es - wenn man über geschichtliche Themen mit Fach- und Sachverstand schreiben möchte - gerade diese Kenntnisse zu verfeinern galt, hat es mich so ziemlich genau an meinem 50sten Geburtstag in die Welt hinausgezogen, um acht Jahre lang auf alten Herrschaftssitzen den Odem der Vergangenheit einzusaugen (somit wisst ihr auch schon, wie alt ich ungefähr bin). Dabei habe ich die wildesten Dinge, merkwürdigste Umstände und hochinteressante Menschen kennengelernt. Markus Habsburg-Lothringen, direkter Urenkel des Kaisers Franz Josef und der Kaiserin Sisi war nur einer davon, den ich sehr verehre und mit dem mich heute noch ein solch harmonischer Umgang verbindet, dass S.K.K.H. und dessen Gemahlin sogar zur Präsentation meines Debütromans gekommen sind.
Die in Ungarn lebenden Nachfahren der hochreputierten Reichsgrafen zu Königsegg-Rothenfels waren andere, mit denen ich heute noch so eng befreundet bin, dass es sich Graf János nicht hatte nehmen lassen, aus Budapest anzureisen, um mit seiner Gattin ebenfalls bei der Buchpremiere in der ehemaligen Residenzstadt seiner Vorfahren dabei sein zu können.
Wieder ein anderer war ein gewisser Graf Beissel von Gymnich, fürwahr ein Despot alter Schule, von dem ich viel gelernt habe. In dessen traumhafter "Eventburg" im Eifeldörfchen Satzvey durfte ich so einiges erleben … auch wenn ich mir dort manchmal wie ein "Unfreier", also ein Untertan des gerade regierenden Adels, vorgekommen bin. Fürwahr; ich habe wirklich viel erlebt und musste mir auch viel gefallen lassen. Aber wie sagt man doch so schön: Was uns nicht umbringt, macht uns nur noch härter!

Aber ich habe nicht nur viele Menschen und etliche mehr oder weniger reputierte Adlige, sondern auch die dazu gehörende Hardware kennengelernt. So war ich beispielsweise auf einer deutschen Burg eine Art Museumskurator, was nichts anderes hieß, als ein Mädchen für alles gewesen zu sein. In Spanien und anderen Ländern Europas war ich Burgmanager und/oder habe Ritterturniere auf die (Pferde)Beine gestellt und Jahreszeitbezogene Mittelaltermärkte oder Konzerte und Messen organisiert. Ich habe historische Museen und Erlebniswanderwege konzipiert, aber auch mittelalterlich anmutende Gastronomien in alten Gemäuern installiert. Zum Teil habe ich in Schlössern gearbeitet und auf Burgen mehr schlecht als recht gehaust … so lange, bis es mich auf eine riesige Burganlage in Belgien verschlagen hat. Kurzum: Ich habe vom frühen Mittelalter bis zum Spätmittelalter und sogar bis hin zum Beginn der Neuzeit sehr viel gelernt, weil ich ganz einfach mittendrin war, mittendrin gelebt, gearbeitet … und auch viel gelitten habe. Aber so einfach, wie es sich möglicherweise anhören mag, war es natürlich nicht: Teils hitzige Burg- und Schlossherren, die ihre MitarbeiterInnen immer noch als Untertanen betrachteten, zugige Gemäuer ohne Strom, Heizung und Wasser haben aus einem verweichlichten "Federlecker" einen abgehärteten Recken werden lassen. Aber nicht nur mein Körper wurde während dieser Zeit wie ein Schwert gestählt, auch das Intellektuelle kam nicht zu kurz. Dies lag möglicherweise daran, dass ich stets lernbereit, aufmerksam und wachsam gewesen bin, weil ich mir das komplette Rüstzeug zum Schreiben historischer Kriminalromane umzulegen wollte. Schlussendlich habe ich dann in Belgien Körper und Geist voll und ganz in Einklang gebracht, bin dort sogar "kleben geblieben" und habe meiner geliebten Allgäuer Heimat mehr oder weniger den Rücken zugedreht - ich hatte mein endgültiges Berufsziel gefunden.

Heute diene ich keinem "edlen Herrn" mehr und leiste schon gar keine Minnedienste. Denn ich habe mich nach dem großen Erfolg meines ersten Romans »Die Pestspur« dazu entschlossen, das Risiko einzugehen, mich aus dem total verrückten MA-Eventbereich wenigstens teilweise zurückzuziehen und mich stattdessen auf dem hart umkämpften Buchmarkt zu behaupten. Und dass ich kämpfen und sogar schon beim ersten »Ritterturney der schreibenden Zunft« siegreich hervorgehen konnte, zeigt mein Debütroman mehr als eindrucksvoll. Und dass dem ersten Werk bereits weitere historische Kriminalromane folgen werden, freut einen "Vielschreiber" wie mich natürlich ganz besonders.
Denn schon zur Leipziger Buchmesse 2013 wird mit »Der Peststurm« der zweite Teil einer überaus spannenden und nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Tetralogie erscheinen. Interessant dabei ist, dass alle Teile zwar aneinander knüpfen, aber auch einzeln, also unabhängig voneinander, gelesen werden können. Und dies bei vollem Lesevergnügen.

Es ist mir ein inneres Bedürfnis, mich an dieser Stelle bei einigen Leuten zu bedanken:

In erster Linie bei meinem Verleger, Herrn Armin Gmeiner und seinem Verlagsteam recht herzlich für das abermals entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Des weiteren bedanke ich mich ganz besonders bei Frau Claudia Senghaas, der Programmgestalterin des Gmeiner-Verlags, bei dem sie gleichzeitig auch die Cheflektorin und - was mich persönlich am Allerwichtigsten dünkt - "meine" Lektorin ist. Bei ihr bedanke ich mich für alles, was sie zum Erfolg meiner Bücher beigetragen hat und weiterhin beitragen wird. Ihre Kompetenz und ihre Ausgeglichenheit weiß ich ebenso zu schätzen, wie Ihr schier grenzenloses Verständnis für die tagtäglichen Macken eines kreativen, aber nicht immer leicht zu händelnden Autors.

Bei Gerhard Klein und Siegbert Eckel vom Stadtarchiv Immenstadt, sowie bei Dr. Horst Boxer, den wohl profundesten Kennern der rothenfelsischen und der Königsegg'schen Geschichte. Gleichzeitig möchte ich den Grafen Maximilian (+) und János (+) zu Königsegg-Rottenfels für die vielen interessanten Gepräge in deren Budapester Stadtpalais und in Siofok danken.

Der Aachener Historiker und Numismatiker Erik Masuch führte mich in die Welt alter Währungen ein. Ihm danke ich ebenso wie der Handwerkskammer für die Auskünfte über das Zunftwesen. Auch Handwerker verschiedener Gewerke, Bauern, Ärzte und Leichenbestatter brachten mir ihre Berufe in alten Zeiten näher.

Ein ganz besonderer Dank geht auch an alle Burg- und Schlossherren, in deren alten Gemäuern ich zu Recherchezwecken arbeiten und den Odem der Vergangenheit einsaugen durfte.

Ich danke auch allen, denen ich während der Zeit des Recherchierend und des Schreibens (und das war fast immer) gewaltig auf die Nerven ging, aber auch denen, die an mich glaubten. Dies waren in erster Linie Hermi, Eleonore und Günter, der mich zudem bei der grafischen Umsetzung meiner Werbe- und Marketingmaßnahmen stets kompetent und freundschaftlich unterstützte und dies auch weiterhin tut.

Schlussendlich danke ich meiner stetig wachsenden Leserschaft, die mich ermunterte, weitere historische Romane zu schreiben und mich zudem an einen Jetztzeitthriller zu wagen. Ein herzliches "Vergelt's Gott" euch allen. Ihr seid echt spitze!

Gott grüß die Kunst
Ihr


 

PS.: Ach ja, hätte ich fast vergessen: Sicher interessiert euch auch, was ich privat mache. Nun, als geborene Jungfrau bin ich natürlich in jeder Hinsicht penibel und akkurat, was sich gerade bei der Recherche für historische Romane als äußerst vorteilhaft herausgestellt hat. Natürlich habe ich außer dem Schreiben auch noch ein paar andere Hobbys: Früher bin ich wie verrückt Ski gefahren und habe mit meinem Kajak so manchen Fluss bezwungen. Letztlich ist mir aber nur noch meine liebste Sportart, das Tauchen, geblieben. Und hier wäre ich schon bei meiner nächste Leidenschaft - ich reise sehr gerne. So, dies muss nun aber wirklich reichen. Meine ganz persönlichen Lebensumstände sind ja nun wirklich nicht so interessant, um euch damit zu langweilen. Ich denke, nun kennt ihr mich hinriechend, um mir zuzutrauen, akribisch zu recherchieren und spannende Historomane zu schreiben, um euch trefflich unterhalten zu können. Falls doch nicht, könnte ihr mich ja anmailen: histo@bernhard-wucherer.de