Wildwacht
Willkommen bei der Wildwacht

"Wald vor Wild, was heißt das eigentlich?


Mit gesundem Menschenverstand interpretiert ist der Sinn doch, dass der Wald gedeihen muss und der Wildbestand entsprechend angepasst ist. Ein naturnaher Wald soll es sein, das steht auch im Waldgesetz. Die hohen "Naturbeamten" haben das einfach ignoriert bei der "fachkundigen" Beratung der Politiker und einen halsbrecherischen Weg eingeschlagen - weil sie ein ganz anderes Ziel verfolgen:

Den staatlichen Wirtschaftswald ohne Kostenfaktor Wild und Jagd.


Die Aussage "Wald vor Wild" ist dadurch inzwischen so nichtssagend wie "Durst vor Hunger". Dem Wildwuchs an Phantasie und Bösartigkeiten sind bei der Begriffsbestimmung keinerlei Grenzen gesetzt. Querbeet durch alle Instanzen von Politik, Verwaltungsbeamten, Naturschützern und Bauern wird zielgenau vollzogen was vorgegeben ist: "Wald ohne Wild"!


Tiere werden in der Land- und Forstwirtschaft seelenlos zum Produktionsfaktor. Für eine Kreisbäuerin sind - in der "nicht verklärten Landwirtschaft", also in der Realität, " die Bauern Nutztierhalter und die Kühe Nutztiere". Die Kälber kommen unmittelbar nach der Geburt, nachdem man den Hornwuchs abgeätzt hat, zur "Gesellschaft für Kälbererzeugung".

Für die Waldbauern ist das Wild Kostenfaktor und Schädling. Die gesetzlose Tötungsbegründung heißt "Wald vor Wild".


Das schreckliche Geschehen soll natürlich salonfähig gemacht werden, deshalb gibt es jetzt Forst- und Waldmanager, Jagdmanager für "Wildbewirtschaftung" und der Bauernverband hinkt hinterher - Ökonomiemanager - ist das o.k.?


Man könnte nun verallgemeinern dass es wieder "nur um Kohle" geht, abgewandelt "Profit ist geil". Aber das stimmt ja auch nicht. Das ganze ist ein kurioses Missmanagement, weitgehend steuerfrei, hängt es am Tropf einer unerschöpflichen Zuschussgießkanne.

Es verbleibt die bittere Wahrheit, dass zig-Millionen an Steuergeldern für Tierausbeutung und Naturzerstörung ausgegeben werden und dazu noch für den bedrohlichen Wandel bayerischer Lebensart und Kultur auf dem Lande. Der Verlust christlicher Grundwerte, der Freiheit und Unabhängigkeit, ist das Verdienst der entarteten Land- und Forstwirtschaftspolitik.


Auszugsweise einige Managementstörungen

Landwirtschaftsminister Brunner: Der Grundsatz "Wald vor Wild" ist im bayerischen Waldgesetz verankert und wird konsequent exekutiert. Dafür gibt es einen breiten gesellschaftspolitischen Konsens" - meint Landwirtschaftsminister Brunner. Und zur Lebensraumzerstörung: 12 000 km Forststraßen wurden in den letzten 5 Jahrzehnten mit 185 Mio. € Zuschuss gebaut (ca. 10 000 ha Waldverbrauch) - nun wird diese Forstpolitik, in die Kleinprivatwälder vorangetrieben, um die vielfältigen Leistungen der Wälder für die Gesellschaft zu sichern. Na - Herr Brunner, da weht aber ein starker Wind aus Osten, wer hat Ihnen denn das aufgesetzt? -Touristen wandern auf Asphaltstrassen, Zerstörte Lebensräume für Menschen und Wild.


Der Spiegel (21/2004) "Jeden Tag Krieg im Forst" - Forstmann Georg Meister über die Rehwildplage..."Erst lag es angeblich an den Kriegsschäden, später an der Luftverschmutzung und neuerdings an der Klimakatastrophe. Dabei sind viele Förster selbst die Übeltäter, weil sie zu wenig gegen die viel zu hohen Wildbestände unternehmen.

Spiegel: Die Rehe machen den Wald kaputt? Meister:"Daran gibt es keinen Zweifel...." Es war alles nur erfunden um Ängste zu schüren und Zuschussprogramme aufzulegen.


Dem S.Walter, Vorstandsbüro Bayerische Staatsforsten wächst der Wald zu dicht, er kann nicht mehr schiessen:

"Es ist schon paradox: Je erfolgreicher wir beim naturnahen Waldbau sind, desto mehr erschweren wir uns damit die Jagd. Denn mit dem naturnahen Waldbau geht eine deutliche Verbesserung der Deckung- und Äsungsverhältnisse einher... Die Jagd wird dadurch nicht gerade leichter.


Prof. Dr. Schröder der immer gegenwärtige hochdekorierte Wildbiologe weiß auch um was es geht, wenn er seine Auftragsgutachten erklärt und meint:"Und Jagd ist schon auch ein Geschäft, nicht nur Leidenschaft oder Tradition" -na,na, das riecht aber nicht nach Wissenschaft.

Außerdem meint er: "Jeder kann sich vorstellen, dass man sich in solch verjüngten Wäldern gut verbergen kann. Was sich das Wild zunutze macht - und die Jagd erheblich erschwert. So gesehen werden Förster und Jäger Opfer des eigenen Erfolgs."


Und die Naturschützer wissen es genau, im dichten Unterholz ist jagen schwierig. Sie fordern die absolute Tierquälerei: auf kurze Distanz den Schrotschuss auf Rehwild, keine Fütterung in Notzeit, also verhungern und wahllosen Massenabschuss bei Bewegungsjagden. Und weil der Wald so dicht ist sagen sie auch noch: "die Rehe fressen unseren Wald auf". Oh je!


Der Bergwald besteht aus 1/3 Fichte, 1/3 Tanne, 1/3 Buche stellt verwegen der Forstexperte Dr. Sauter vor dem Stadtrat in Immenstadt fest.- 70% Fichte, 17 % Edelhölzer, 10 % Buche und 3 % Tanne sagt der betreuende Stadtförster, sei das Ziel. Vielleicht geht der Dr. Sauter mit dem Bürgermeister jagen um die Drittelung zu erreichen. Ja sowas!


Zwischen 6 000 und 8 000 € pro Hektar koste eine Pflanzung, schätzt Josef Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes. In Höhenlagen der Alpen koste das Anlegen eines Hektars Schutzwaldes etwa 50 000 € sagt Dr. Staußberger vom Bund Naturschutz....Rehe, auch Hirsche und Gämsen freuen sich über solche Futterplätze und fressen quasi bares Geld". So rechnet der Naturschützer sein Zuschussresort gesund und erwirkt Fütterungsverbot.

Wild gehört offensichtlich nicht zur Natur - und der Straußberger in die Steinwüste zum Wirtschaftswald pflanzen.


Und zum Schluss noch ein gesunder Kommentar eines Naturmenschen. In seinem Revier gibt es den gesunden Bergmischwald.

"Doch der Bergwald hält sich nicht immer an die waldbaulichen Vorgaben: So will sich - trotz niedrigem Wildstand - der Schutzwald an einer Stelle einfach nicht verjüngen und an einem Hang wachsen Lärchen und Fichten "wie Haare auf dem Hund" während der als Mischbaumart gewünschte Bergahorn fehlt, so ist halt die Natur" meint Wildmeister Ziegler.


Und wer ist die Natur? Es ist die Schöpfung und sie hat nur einen Meister!

E-Mail

 

Wildwacht e.V. · Vorsitzender Edwin Burtscher · Am Anger 4 · 87534 Oberstaufen